Historie

Die Lessinghöhe, eine kleine Historie

„Gerade für unseren Bezirk, der so nahe an dem unfreien Sektor liegt, ist diese Heim von besonderer Bedeutung für die Jugend, die hier frei bleiben und ohne Terror aufwachsen soll.“

Neuköllns Bürgermeister Exner anlässlich der Grundsteinlegung der Lessinghöhe am 10.11.1950

Durch eine Spende der amerikanischen Regierung in Höhe von 172800,- DM wurde der Bau der Lessinghöhe ermöglicht. 11926 Stunden haben Angehörige des Jugendnoteinsatzes und des Lehrbauhofes investiert um die Lessinghöhe zu errichten. Dabei haben sie beispielsweise Zäune gestellt, Erdarbeiten verrichtet, Wege angelegt, Terrassenplatten angefertigt, Bäume und Sträucher gepflanzt.   Am 20.10.1951 wurde die Lessinghöhe unter dem Namen „Jugendheim auf der Lessinghöhe“  eingeweiht. Sie war ursprünglich konzipiert, für in der Gewerkschaft oder anderen parteinahen Vereinen organisierten Jugendlichen.

Die fünfziger Jahre waren für die Neuköllner die rings um die Lessinghöhe wohnten, vielfach geprägt von: Arbeitslosigkeit, schlechten Wohnverhältnissen, unzureichendem Essen, Spielplätzen in Trümmerhäusern und  Schiebergeschäften. Um Jugendlichen eine Perspektive zu geben wurden im Westteil der Stadt Häuser der Jugend gebaut. Dem Jugendnotdienst kam dabei eine besondere Verantwortung zu, indem sie Jugendliche beschäftigen, um einer Verwahrlosung vorzubeugen. Neue Konzepte von Jugendarbeit, beinhalteten das Wahrnehmen eigener Interessen sowie zunehmend eigenverantwortliches Handeln.